Freiwillige Feuerwehr Assenheim e.V.
Freiwillige Feuerwehr Assenheim e.V. 

Bericht aus der WZ vom 14.05.2014

125 Jahre Dienst am Leben

 

Niddatal-Assenheim (udo). Beim Kommersabend der Freiwilligen Feuerwehr zu ihrem 125-jährigen Bestehen standen Grußworte, Ehrungen, Liedvorträge und eine Festrede im Mittelpunkt.

 

Foto: Udo Dickenberger

 

Der Vereinsvorsitzende Benjamin Kühn begrüßte das Publikum im Bürgerhaussaal und sagte das erste Lied des gemischten Chors des Gesangvereins Frohsinn an, der unter Leitung von Daniel Görlich auf einen festlich beschwingten Abend einstimmte.

Als erster gratulierte Landrat Joachim Arnold zum stolzen Jubiläum. In Assenheim sei eine der ältesten Wehren der Wetterau aktiv. Die Industrialisierung und das aufblühende Vereinswesen hätten im ausklingenden 19. Jahrhundert die Gründung von Feuerwehren zur Folge gehabt. Heute stellten sich neue, stark fordernde Aufgaben. Hervorzuheben sei, dass in Assenheim von der Jugendgruppe an alle Abteilungen besetzt seien. Arnold fasste zusammen: »Anders als ein Sportverein weiß die Feuerwehr nie im Voraus, wann ihr Spiel beginnt.«

Kreisbrandinspektor Otfried Hartmann blickte auf seine lange Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Assenheim zurück. Er überreichte Hans-Jürgen Kraft sowohl das silberne Brandschutzehrenabzeichen am Bande (des Hessischen Innenministers) als auch das Ehrenzeichen in Bronze (des Bezirksfeuerwehrverbands). Ehrenzeichen in Gold (des Verbands) erhielten Alfred Anklam, Albert Heidl, Gerhard Leichtnam und Fritz May. Mit Ehrenzeichen in Gold am Bande (des Verbands) wurden Ernst-Ludwig Best, Karl Bohn, Richard Dallwitz, Fritz Haas, Karl Kniss und Helmut Köhl ausgezeichnet.

Mit »Yesterday« trug der Frohsinn weiter zur Unterhaltung bei, bevor Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel den ehrenamtlichen Einsatz der Wehr hervorhob, ohne den das Leben ärmer wäre. Wer vor Bränden schütze, der setze sich für das Leben ein, lobte er. Dabei seien freiwillige Dienste keineswegs selbstverständlich. Hertel trug ein Gedicht über den Dienst am Nächsten vor, bezeichnete den Feuerwehreinsatz als Berufung und überreichte Peter Calow, der seit 17 Jahren dem Vorstand angehört, den Ehrenbrief der Stadt. Kühn zeichnete Calow mit einer Ehrenurkunde des Vereins aus. Stadtbrandinspektor Bernd Reiter hob die Traditionen der Stadtteilfeuerwehren hervor und forderte auf: »Setzen wir fort, was begonnen wurde!« Er empfahl allen Gästen, in der Öffentlichkeit für die Feuerwehren zu werben.

Schirmherr Philip Graf zu Solms-Rödelheim und Assenheim sprach vom Einsatzeifer und der Hilfsbereitschaft, die Dank verdienten. Assenheim sei zu seiner Feuerwehr zu beglückwünschen. In der »Bambini«-Gruppe liege die Zukunft.

Thomas Lummitsch lud in seiner Festrede zu einer Zeitreise ein. Zwar sei das Assenheim von 1889 von dem von heute grundlegend verschieden, doch die Feuerwehr habe Bestand. Die Tradition der Wehr reiche noch weiter zurück, denn seit 1698 habe es als Vorgänger des Stadtbrandinspektors den Stadtleutnant gegeben. Die Dienstanweisung für den Stadtleutnant Caspar Stumpf von 1721 habe verlangt, die »Bürger-Feuerwehr« zu leiten und zweimal im Jahr die Brandsicherheit aller Häuser zu überprüfen. Der Brandschutz sei somit eine Bürgeraufgabe gewesen. Von den 28 Bürgern, die 1889 die Freiwillige Feuerwehr gründeten, hätten einige Namen getragen, die auch heute im Ort vertreten seien, etwa Bauer, Bopp, Faatz, Fertig, Klein, Koch, Leichtnam, Loscher, Meisinger und Roth. Durch den Braunkohlebergbau in der Umgebung seien weitere Aufgaben entstanden. Der Bau der Bahnstrecke habe für Standortvorteile gesorgt. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs habe sich die Wehr mit einfachen Mitteln ein Profil erworben. Nachdem sie zwischen den Weltkriegen aufgeblüht war, wurde sie durch das »Gesetz über das Feuerlöschwesen« im November 1938 zu einer Hilfspolizeitruppe degradiert. Nach der Neugründung im Jahr 1946 entwickelte sich das »große Aufgebot« zur »Spezialistentruppe«.

Mit dem »Irischen Reisesegen« beendete der Frohsinn das Unterhaltungsprogramm. Grußworte folgten. Stadtverordnetenvorsteher Hans-Peter Wittmann eröffnete den Reigen und betonte, der Einsatz der Feuerwehr sei oft mit Lebensgefahr verbunden. 16 Repräsentanten der befreundeten Feuerwehren, der Vereine, der Kirchen, der Parteien und der Geschwister-Scholl-Schule schlossen sich beglückwünschend an und bekannten: "Wir brauchen und wir mögen Euch!"

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